Sonntag, 31. Juli 2016

Für Werben muss man werben...

Wie angekündigt, habe ich am 2. und 3. Juli 2016 am Werbener Biedermeier-Sommer teilgenommen. Nun möchte ich euch spät, aber dennoch, darüber berichten.

Werben ist ein entzückender 1200-Einwohner-Ort im Norden des Landes Sachsen-Anhalt und gleichzeitig die kleinste Hansetadt der Welt. Werben liegt idyllisch in Elbnähe und ist im Frühjahr Ziel vieler Störche, die hier ihre Nester bauen und den Nachwuchs großziehen.
Mehr darüber findet ihr   Hier .



Der Arbeitskreis Werbener Altstadt e.V. macht sich ganzjährig um die Hansestadt, ihren Bestand an historischen Gebäuden, an dem Erhalt des "Biedermeier-Erbes" und an den Festivitäten wie Weihnachts- und Sommermarkt verdient. Dabei werden Ort und Märkte leicht miteinander verwoben und auch Einwohner, die nicht direkt mit den Märkten zu tun haben tragen mit Stolz  Biedermeier-Kleidung. Dieser Markt unterscheidet sich insofern von den üblichen ("Kunst") Handwerkermärkten, als dass  er möglichst historisch korrekt abgebildet werden soll. So findet man neben Töpfern, Korbbindern und Malern auch einen Buchhandel und - ganz wichtig - auch für das leibliche Wohl wird weitesgehend nach "alten" Rezepten, wie etwa mit Kartoffel-Birnen-Suppe, gesorgt.

Dies ist der Blick in die morgentliche Johanniskirche, hergerichtet zum 10 Uhr Gottesdienst. Seht genau hin: Es sind echte Wachskerzen, die dort verwendet und benutzt werden!
Auf dem Kirchpaltz findet an beiden Tagen dann der Biedermeiner-Sommer statt.

Auch ich hatte mich, wie vorgesehen, entsprechend gekleidet und sodann dem verregneten Samstag getrotzt. Dafür kam die Fußballnationalmannschaft der Herren bei der EM eine Runde weiter und beim Aufwachen am Morgen klapperten die Störche - wie idyllisch. Ein sonniger Tag begann und hielt, was er versprach...


Mein Rat für alle Leser: Wer einen besonderen Markt besuchen möchte, ist hier in Werben im Winter, wie im Sommer genau richtig - ein besonderer Markt mit besonderen Menschen.

Sonntag, 10. Juli 2016

Groß und leicht

Gerade habe ich diese Soutache Ohrringe trotz der 30°C im Schatten fertiggestellt. Schöne Baumler für die hellen Flatterkleider des Sommers

Montag, 13. Juni 2016

Im Sommer - maritim, ist doch klar!

Auch wenn der Sommer gerade eine Pause macht: Maritim ist absolut in, jedes Jahr!
Und hier ist mein maritimer Schmuck für dieses Jahr:
Zuoberst  zu sehen sind die kleinen niedlichen Wimpel-Ohrringe "Flagge zeigen",
darunter folgen die Boho-Ohrringe "Big and bold" mit selbstgebogenem Drahtdreieck und
last but not least das Armband mit dem Rettungsring - fein und flach .
Nun kann der Sommer wiederkommen, ich bin bereit!

Biedermeier - weniger ist mehr

In der Zeit des Biedermeier (erste Hälfte de 19. Jahrhunderts) waren edle Metalle rar und der Schmuck des Bürgertums bestand hauptsächlich Perlen, Horn, Haaren(! - meist als Ketten und Armbänder), Bergkristall, einigen Edelsteinen und Seide.
Gold gab es - wenn überhaupt - meist in Form von sogenanntem "Schaumgold". Dabei wurde Gold folienmäßig ausgewalzt, in Formen gepresst und der rückwärtige Teil wurde beispielsweise mit Gips ausgegossen. Damit hatte das Schmuckstück Gewicht und Halt.
Daneben wurde Tombak verwendet, eine hochwertige Messingsorte mit 70% Kupferanteil, was dem Metall einen leicht rötlichen Farbstich verlieh.

Das könnte in etwas so ausgesehen haben

oder so:
 und so mit Lapislazuli:

Große opulente Ketten und Anhänger wurden , wie die ausladendere Mode der Frauen, erst gegen die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts modern so dass Ketten im Biedermeier eher bescheiden, jedoch nicht minder hübsch, ausfielen:


Die Anhänger mit und aus Perlen und bernsteinfarbenen Steinen lassen sich sehr gut auf Basis von Glascabochons und auch Soutache nachempfinden...

Biedermeier-Sommer in Werben an der Elbe

In diesem Jahr bin ich beim Biedermeier Sommer in Werben dabei und freue mich.
Ich habe da mal was vorbereitet....

Sonntag, 12. Juni 2016

Künstlerische Brosche

Frei, wild, bunt und mit Soutache, so wollte ich eine Brosche fädeln. Und ich habe mehr als das gemacht (OK, an dem "wild" muss ich noch arbeiten :-) ): An der Rückseite habe ich kleine Metallringe angebracht, an denen man ein Kette befestigen kann, so dass die Brosche dann auch als pompöser Anhänger getragen werden kann.




Bunt und rund

so sieht sie aus, meine Kette, entstanden aus einer Perlenmischung Preciosa Rocailles 11/0 und im Brickstick gefädelt.
Das dauerte zwar ziemlich lange - also tiefste Meditation - stört mich aber nicht. Als Innenleben habe ich einen schmalen Schlauch gewählt, der Verschluss ist magnetisch.